Johann Veit Döll Deutscher Medailleurpreis "Johann Veit Döll"
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Suhl und seine Medailleure

Die Ge­schich­te der Stadt Suhl, ih­res ter­ri­to­ria­len Um­fel­des und ih­rer wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung lässt sich in Form his­to­ri­scher Fun­de weit zu­rück­ver­fol­gen. Schon um das Jahr 1000 sie­del­ten Berg­leu­te und Schmie­de im Ge­biet um Suhl. Im 15. Jahr­hun­dert hat­te sich Suhl be­reits zu ei­nem be­deu­ten­den Han­dels- und Ge­wer­bes­tan­dort ent­wi­ckelt. Im Jahr 1527 wur­den vom Hen­ne­ber­ger Gra­fen Wil­helm IV. die städ­ti­schen Rech­te und Sta­tu­ten be­kräf­tigt.

Be­güns­tigt durch das Zu­sam­men­tref­fen des Ab­baus von Ei­se­nerz mit ei­nem rei­chen Holz­vor­kom­men und viel­fäl­ti­ger Mög­lich­kei­ten der Nut­zung von Was­ser­kraft zum Be­trei­ben von Schmelz-und Hammer­wer­ken ent­wi­ckel­te sich die Pro­duk­ti­on von Ei­sen- und Schmie­deer­zeug­nis­sen. Die­se wur­den vor Ort zu land­wirt­schaft­li­chen Ge­rä­ten wie Ha­cken, Si­cheln und Sen­sen, aber auch zu Waf­fen wie Pfeil­spit­zen oder Rüs­tungs­tei­len wei­ter­ver­ar­bei­tet.

Mit der Ent­wick­lung der Feu­er­waf­fen schlug Suhls gro­ße Stun­de. Die lan­ge Er­fah­rung der Suh­ler Hand­wer­ker bei der Ver­ar­bei­tung des gut schmied­ba­ren Suh­ler Ei­sens er­wies sich als gro­ßer Vor­teil. Auch die sich im Rah­men der Waf­fen­fer­ti­gung im Suh­ler Raum früh­zei­tig her­aus­bil­den­de Ar­beits­tei­lung (z.B. Lauf­schmie­de, Schloss­ma­cher, Schäf­ter und Gra­veu­re) und die mit die­ser Spe­zia­li­sie­rung eng ver­bun­de­ne Ent­wick­lung ei­ner ho­hen Meis­ter­schaft be­grün­de­ten den Ruhm Suhls als Waf­fens­tadt. Auch das Gra­veur­hand­werk wur­de zu ei­ner ei­gen­stän­di­gen hand­werk­li­chen und künst­le­ri­schen Tä­tig­keit.

Be­dingt durch ent­spre­chen­de Auf­trä­ge, oft aber auch durch Zu­fall oder per­sön­li­che künst­le­ri­sche Nei­gung, wand­ten sich ei­ni­ge der beg­ab­tes­ten Waf­fen­gra­veu­re der An­fer­ti­gung von Münz- und Me­dail­lens­tem­peln zu. Die­se Tä­tig­keit kam ih­rem ei­gent­li­chen Hand­werk sehr na­he und ver­bes­ser­te si­cher auch die Le­bens­be­din­gun­gen der Fa­mi­li­en durch die hier­mit er­ziel­ten zu­sätz­li­chen Ein­nah­men.

Be­gin­nend mit dem 18. Jahr­hun­dert ha­ben des­halb auf­fal­lend vie­le Stem­pel­schnei­der, Me­dail­leu­re und auch Münz­meis­ter ih­re hand­werk­li­che und künst­le­ri­sche Hei­mat im Raum Suhl/Zel­la-Meh­lis. Im Ergebnis ent­spre­chen­der For­schun­gen konn­ten bis­her mehr als 30 Stem­pel­schnei­der aus die­sem Ter­ri­to­ri­um nach­gewiesen wer­den.

Das 18. Mit­tel­deut­sche Münz­samm­ler­tref­fen und sei­ne Ver­bin­dung mit der Ver­lei­hung des Deut­schen Me­dail­leur­prei­ses "Johnn Veit Döll" so­wie die Eh­rung Jo­hann Veit Dölls an­läss­lich sei­nes 175. To­des­ta­ges bie­ten den Rah­men für ei­ne um­fang­rei­che Wür­di­gung der Suh­ler Gra­veur-, Me­dail­len- und Steinschneide­kunst.

Herausgeber: Verein Suhler Münzfreunde